SEPILOK // KINGABATANGAN
So und nun haben wir auch endlich unsere Orang Utans gesehen! Hier schon einmal ein paar Bilder von unserer Lodge und den Waldmenschen
So und nun haben wir auch endlich unsere Orang Utans gesehen! Hier schon einmal ein paar Bilder von unserer Lodge und den Waldmenschen
Ein kleines Fruehstueck im Hotel hat uns ueber den ersten Schreck geholfen doch wir mussten uns ein paar Litschies am Markt am Hafen holen um wieder in Gang zu kommen. Da wie in fast allen Staedten Malaysias die Geschaefte erst um 10 aufmachen und unser Taxi schon um 11 Uhr faehrt haben wir unsere Schlendertour eingeschraenkt und lieber Anne-Kathrin ihr lang ersehntes Curry Laksa bestellt.
Unser Flug nach Sandakan hatte leider mehr als eine halbe Stunde Verspaetung was an sich kein grosses Problem ist, doch leider hat dies unseren Plan zur Fuetterung der Orang Utans kaputt gemacht. Nachdem wir gelandet sind war zu allem Ueberfluss auch noch ein unfallbedingter Stau auf der einzigen Hauptstrasse der Stadt. Wir hatten jedoch schon vorher entschieden uns gleich auf den Weg in unsere Lodge zu machen und es eventuell am naechsten Tag noch einmal mit den Orang Utans zu probieren.
Die Lodge ist eine richtige Augenweide und wir haetten es fuer ein ruhige Zwischenstation nicht besser treffen koennen. Wir haben unseren eigenen kleinen Bungalow mit Bad inklusive Toilette die im Freien sind. Den Abend haben wir entsprechend ruhig beim Genuss der umgebenden Natur ausklingen lassen.
Vor der Landung in Negra Brunei Darussalem (Das Land Brunei, der Wohnsitz des Friedens) mussten wir 40 Minuten kleine Kreise ueber Brunei ziehen, da die Luftwaffe Uebungsfluege abgehalten hat.
Angekommen in der Hauptstadt Bandar Seri Begawan wurden wir vom Chauffeur des Jubilee Hotel abgeholt. Wenn der Fahrer schneller als 60km gefahren ist, hat’s gepiept da hier jeder Kleinbus und oeffentlicher Bus ein Signal im Fahrzeug hat um den Fahrer ziemlich zu nerven. Bevor es ins Hotel ging gab es noch eine kleine Rundfahrt durch die sehr schoen erleuchtete City. Die Orientierungsfahrt dauerte nicht sehr lange, da die Innenstadt mit der von NBG oder Zwickau zu vergleichen ist. Klein aber fein J
Nach dem einchecken machten wir uns noch mal auf zur Moschee das eigentliche Highlight der Stadt am Abend. Nach einem kurzen Spaziergang am Wasser war es das auch schon mit der Innenstadt da alles schon laengst zugemacht hat. Bis auf KFC die uns gluecklicherweise noch 5 vor 10 ein leckeres Essen aufgetischt haben.
Am nächsten Tag hatten wir bis um 3 Uhr und dachten es sei eine gute Idee wäre richtig früh aufzustehen und nach dem Fruehstueck auf große Erkundungstour zu gehen. Dabei haben wir die Rechnung ohne die Grosse der Stadt gemacht. Wir haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besucht. Angefangen bei dem Morgenmarkt mit frischen Obst/Gemuese und Fisch und anschliessend ging es gleich in die Moschee in der sich Anne-Kathrin wieder einmal ein Kopftuch und einen Kittel umwerfen durfte, der Michael blieb diesmal verschont. Danach haben wir eine Tour mit dem Wassertaxi gemacht und uns in 35 Minuten die verschiedenen Paläste und vor allem die Stadt auf Stelzen Kampung Ayer zeigen lassen. Nun war noch das Museum Royal Regalia uebrig in dem neben der jungen Geschichte von Brunei vor allem Geschenke an den Koenig als auch die komplette Ausrüstung die zur Trohnbesteigung von Koenig Paduka Seri Baginda Sultan Haji Hassanal Bolkiah Mu’izzaddin Waddaulah (jeep das ist sein kompletter Name).
Bei einem leckerem Mittagessen und traditionellen Tee haben wir das Kapitel Brunei auch schon abgeschlossen und uns auf die nächste Station Kota Kinabalu vorbereitet.
Nach einem kurzen Flug sind wir gleich in die Stadt gefahren und nach dem Einchecken gleich auf Entdeckungstour gegangen. Im Flugeug sassen die Rubgy 7s Nationalmannschaften von den Phillipinen und Malaysia. Die Malaysier haben die Asienmeisterschaft gewonnen und wurden von einem kleinen Komittee am Flughafen empfangen.
Ein grosser Markt am Hafen (neben dem Filipino Market)hatte eine riesige Auswahl an regionalen Fruechten und fuer uns besonders interessant waren die Staende an denen frisches Essen zubreitet wurde. Wir haben ein Nasi Goreng, frisches Huehn am Spiess und frisches Obst und ganz besonders die tolle Atmosphaere genossen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt ging es auch schon ins Bett schliesslich wollten wir am naechsten Morgen noch ein bissl was von der Stadt sehen.
Auf der Rueckfahrt nach Kuala Lumpur hatten wir nicht allzu viel Glueck mit dem Buswahl. Auch wenn wir schon wieder sehr frueh wach waren hatten wir uns fuer den Super VIP Bus (So heisst hier die bessere von 3 Busklassen) entschieden. Leider mussten wir feststellen das der Bus ausgebucht war und der zweit beste Bus vor 20 Minuten losgefahren ist. Also hiess es fuer uns mit Bus der 3. Klasse zu fahren, doch noch bloeder war eigentlich die 2,5 Stunden die wir nun in dem winzigen Ort verbringen mussten. Doch dank eines neuen Starbucks Cafe haben wir die Zeit ganz gut herumgebracht.
Doch damit war der Spass noch nicht vorbei. Der Bus war wirklich etwas in die Jahre gekommen und hat seit in Betriebnahme kein Putzmittel gesehen. Am Anfang mussten wir 20 Minuten warten weil der Fahrer etwas besorgt einige Liter Oel in den Motor gegeben hat. Waehrend der Fahrt hat er noch ein paar Mal angehalten und ist sogar in die Hinterlandwerkstatt der Firma gefahren. Zwischendrin hat er dann noch einmal angehalten um seine Pferdewetten abzugeben, da fiel uns dann nichts mehr ein und wir haben nur noch ein muedes Laecheln gehabt. Eigentlich sollten wir in 4 Stunden in Kuala Lumpur sein, doch dank dieser Vorfaelle und einem ziemlich langsamen Bus waren es 5,5 Stunden. Oh und dann war da noch so’n bloedes deutsches Paaerchen, das es doch wirklich geschafft hat ihre Suppe in Zeitlupe auszuloeffeln, als der ganze bus schon gewartet hat. Grrr diese Deutschen Luschen…
Unser Hotel haben wir schnell gefunden und hatten ein Zimmer in dem obersten Stockwerk mit Blick auf die Petronas Towers und waren mehr als freudig ueberrascht. Der spaete Nachmittag und Abend hat nicht mehr viel auf Lager gehabt und wir haben uns einfach auf den Weg zu den Petronas Tower samt riesigem Shoppingcenter gemacht. Die Center sind hier modernen, groesser, posher/nobler als was man so in Europa findet. Und sie sind immer schoen kuehl!
Bei einem sehr leckeren Abendessen haben wir den aufregenden und ermuedenden Tag ausklingen lassen. Morgen heisst es schliesslich fit sein fuer eine morgentliche Runde Shopping und dann ab zum Flughafen nach Brunei.
Eigentlich war die ganze Woche Regen und Sturm angesagt. Toi, toi, toi bis auf den abendlichen Schauer hat das Wetter gut durchgehalten.
Wie kriegt man 4 Stunden Busfahrt rum? Wir entschieden uns fuer schlafen, Hoerbuch (Bourne Identity), Magazine lesen (Micha da Anne in keinem fahrbaren Untersatz lesen kann) und so gingen die Stunden schleichend vorbei.
Die Fahrt ist nichts fuer den schwachen Magen, da die letzte Stunde in die Cameron Higlands eine recht kurvenreiche Angelegenheit ist.
In Tanah Rata angekommen haben wir unser Hostel (Father’s Guest House) bezogen und uns auch gleich fuer die Tour angemeldet. Es ging dann auch gleich im gekuehlten Mini Van los. Muss sagen, das Klima in den Highlands war angenehm.
Die Tour war sehr entspannt und wir waren auch nur zu viert unterwegs. Unser Guide, Mr. Singh, der 7 Tage die Woche seit fast 15 Jahren die gleiche Tour macht, hat es drauf und hatte einige sehr interessante Fakten auf Lager.
Eine seiner besten Tipps war mit Sicherheit der Milkshake und Eiscreme bei der Erdbeerfarm. Dank des besonderen Klimas kann man hier Erdbeeren das ganze Jahr geniessen.
Nach der Erdbeerfarm ging es zur BOH Teeplantage eine der groessten Plantagen in Malaysia. BOH Tee ist das beliebteste Highland Gebraeu. 80% ihres Umsates macht BOH (schottisches Familienunternehmen) in Malaysia. Nach ein paar Fotostopps auf dem Weg, haben wir uns zuerst die Fabrik angeschaut und wussten wie der Tee fermentiert wird, bevor wir uns das gute Gebraeu dann auf der Terrasse mit Ausblick auf die Teefelder gegoennt haben. Hatten Glueck, denn in Sichtweite wurde gerade Tee abgeerntet. Der Tee wird bei BOH leider nicht mehr mit der Hand geflueckt sondern mit einer Art von Schere. Das Prinzip sieht man ganz gut auf den Bilder. Die Teepfluecker verdienen um die 3 Ringit (ca. 0,01 €) pro Kilo. Am Tag muss man so an die 22 Kilo pfluecken damit man sein Einkommen hat. Frauen sieht man heutzutage nicht mehr auf den Feldern und der Grossteil der Pfluecker kommt aus Laendern wie India und Pakistan.
Die Plantage an sich autonom und hat neben einer Schule, einem kleinen Laden und Hospiz, auch noch 3 Beetstaetten (Moschee, Kirche, Tempel).
Das Wetter hat gut mitgehalten und wir hatten Sonneschein und eine erfrischende Brise. Nach der Teeplanatge machten wir einen kuren Zwischenstopp bei einer Bienenfarm (war nich so der Hit), dann noch bei einer Schmetterlingsfarm wo es neben den Schmetterlingen auch noch einige Reptilien, Spinnen und ’ne Menge Kaefer zu bestaunen gab. Ein richtige Anfasszoo, wo wir bei den Kaefern noch mitgemacht haben, aber als man uns einen Skorpion auf den Arm setzen wollte, was auch uns zu viel.
Dann ging es noch kurz ueber einen Einheimischen Markt, zum ausgiebigen Spaziergang in einer Rosenfarm, zu einer Kakteen Aufzuchtsstation und zum Schluss noch in einen Chinesischer Tempel. Neben dem Tee, sind Obst, Gemuese und Blumen einer der Haupteinnahmequellen der Region. Danach kommt der Tourismus.
Nach den 4 Stunden Nonstop, waren wir ordentlich Knuelle und so was von hungrig. Haben uns in der Stadt absetzten lassen und haben endlich Annes lang gewuenschtes Steam Boat versucht…. So ganz unser Ding war es nicht. Bei dem Fisch Zeugs hat der Micha ne ganz lange Nase gezogen. Fisch, Fleisch, Nudeln und Gemuese werden in einen grossen auf einer Flamme stehenden Topf geworfen und dann kurz gekocht. Das Bild unten sagt alles. Toi, toi, toi den Magen haben wir uns, trotz aller Probiererei bis jetzt noch nicht verdorben.