weitere Ausflüge in der Region

Paracas
 
 
 
Ica

Wwir haben uns in Nasca dann gleich wieder in den Bus gesetzt, um nach 5 Stunden in Ica anzukommen. Dort wurde uns, von einem sehr gelassenen Fahrkartenverkäufer mitgeteilt, dass es keine Tickets nach Ayacuchu gibt. Vor uns standen ungefähr 15 Leute und der Verkäufer ist ab und zu weggelaufen oder hat sich überhaupt nicht um die Kunden gekümmert(die sind im Übrigen alle bald ausgeflippt).

Es war eine sehr lustige, aber auch nervige Angelegenheit. Wir haben uns eben entschlossen nach Huacachina zu fahren, eine kleine Oase inmitten der Wüste, mit hohen Sanddünen. Diese haben wir dann auch am nächsten Morgen als "Sandboarder" unsicher gemacht. Ich hab es aber nur einmal AUF den Berg geschafft, der Sand ist so fein das man immer eingesunken ist, und das bei dezenten 26 Grad um 9 Uhr morgens.

Von der Oase aus ging es dann nach Pisco, der nächst größerer Stadt bei Ica.
Unsere Aufgabe dort bestand darin ein bestimmtes Hostal zu finden, welches unser Chef auf einer abenteuerlichen Skizze eingezeichnet hat. Also machten wir uns los dieses zu finden, und wie sollte es anderes kommen, NIEMAND konnte mit der Skizze anfangen. Wir fragten Hinz und Kunz, keine Chance.

Doch da war ein älterer Mann, er hat uns an die Hand genommen und meinte er weiß wo das ist. ;) Also sind wir ein paar Kilometer mit ihm im Colectivo (ein Kleinbus, umfunktioniert als Taxi für alle) in ein super kleines Dorf gefahren. Dort war, ganz zufällig ;) seine Nichte und ein Teil seiner Familie und hat uns in ein kleines und ruhiges Hostal mit Restaurant geführt.
Dort gab es erstmal superleckeres Essen! Und natürlich Inca Cola! Nachdem wir dort 2 Stunden verbracht haben sind wir, natürlich mit Ihm, da er uns mittlerweile zu sich eingeladen hat, nach Pisco um den Trip zu Isla Ballestas (den Galapagosinseln für Arme) zu buchen.

Von Pisco ging es dann, in der OsterRush-Hour nach Chincha. Dort kamen wir in sein Haus, im Übrigen er ist Lehrer und verdient nur 200 US$ im Monat!! Dann wurde und klar dass wir um 4 Uhr morgens wieder los müssen, denn unsere Tour zu den Inseln begann um 6.

Alles kein Problem, doch was macht man wenn es im ganzen Haushalt keinen Wecker gibt?!?
Genau man spielt ein lustiges Spiel, du schläfst ne Stunde und dann darf ich. Zum Glück hatte er in einem Zimmer einen Fernseher mit Kabelfernsehen und die Zeit verging etwas schneller. Aber wir waren beide am nächsten Morgen total fertig , unglaublich.

Aber er meinte dass sie es immer so machen, denn so verschläft man nicht den Arbeitsbeginn. In der Gegend gibt es viele soziale Probleme. Von 150 gemeldeten Kindern für diese Region kommen zum Beispiel nur 65 zur Schule, der Rest arbeitet auf der Strasse. Weil sich die Eltern die Schuluniform und die Bücher nicht leisten können. Was das für Auswirkungen auf die Analphabetenrate hat, muss ich nicht sagen.

Das Wochenende stand im Zeichen von Ostern. Deshalb ging es am Abend noch zu der Prozession, einem wichtigen Ritual in Peru. Und zwar wird um 19 Uhr eine Bühne auf der sich das Jesuskreuz befindet(welches sonst am Ende ein jeden Kirche steht) von bis zu 20 Männer getragen. Gefolgt wird das Ganze von einer Blaskapelle und jeder Menge Menschen. Dies ist nicht sonderlich aufregend, doch wenn ich jetzt sage das die Männer die Bühne bis zum nächsten Morgen 10 Uhr durch die ganze Stadt tragen und die Kapelle hinterherläuft, klingt das schon viel verwirrender.



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